Rückblick 2018 und Ausblick 2019
Training an frischer Luft statt im Fitnessstudio

Gar nicht so einfach, das Balancieren auf der Slackline: Beim Mehr-Generationentreff auf dem Rüthener Sportplatz am Schlangenpfad gibt es viele abwechslungsreiche Sportgeräte zu entdecken.


Bewegungsparcours am Schlangenpfad offiziell eingeweiht. Sportanlage mit neuem Angebot aufgewertet

Von Georg Giannakis

RÜTHEN - Über eine sportliche Attraktion, die von Jedermann und ohne jegliche Alterbeschränkung fortan kostenlos genutzt werden kann, dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rüthen freuen. Einen überwiegend über Leader- Mittel finanzierten „aktiven Generationentreff“ hob nämlich der TSV Rüthen aus der Taufe und überreichte den Bewegungsparcours nun im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier und einer gleichzeitig symbolischen Schlüsselübergabe an die Stadt Rüthen und damit gleichzeitig an die Bevölkerung.

Streng genommen, könnten sich Rüthens bewegungsfreudige und sogleich sportaffine Bürger in Zukunft den Gang in ein Fitnessstudio, für dessen Nutzung der dort bereitgestellten Sportgeräte sie monatlich eine recht teure Mitgliedschaftsgebühr zahlen müssten, buchstäblich ersparen. Denn auf der Sportplatzanlage am Rüthener Schlangenpfad stehen nun für Klein und Groß fest installierte Fitness-Sportgeräte zur kostenlosen Nutzung bereit.

Was im ersten Moment wie eine ausschließlich für Sprösslinge gedachte, herkömmliche Spielplatzlandschaft aussieht, ist in Wirklichkeit aber vielmehr als echtes Ganzkörper- Trainingsareal oder, wie TSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter Franz Grawe meinte, quasi als „Muckibude im Freien“ zu verstehen.

An sieben Stationen können Jung und Alt beliebig oft ihre Rücken-, Arm- und Beinmuskulatur trainieren und optimieren oder das Gleichgewichtsverhalten auf der Slackline üben.

Die Planungen für den Bau des Bewegungsparcours haben vergangenes Jahr im Winter begonnen. Der Vorstand der Leichtathletikabteilung des TSV Rüthen führte dabei in Eigenregie unter anderem die notwendigen Gespräche mit der Stadt durch, unternahm Ortsbegehungen, stellte den Antrag auf Leaderprojekt- Fördermittel und begab sich auf die Suche nach weiteren externen und meist aus Spendenbeiträgen generierten Finanzierungsmöglichkeiten.

Denn die für den Bau der Anlage veranschlagten Kosten in Höhe von 30.000 Euro wurden zu 65 Prozent über bereitgestellte Leadermittel gedeckt. 35 Prozent der Kosten musste der TSV am Ende selbst tragen und damit den noch fälligen Restbetrag in Höhe von 10.500 Euro aus eigenen Mitteln aufbringen. „Wir haben viel Energie und Zeit reinstecken müssen. Aber wir haben es geschafft, etwas Besonderes ins Leben zu rufen. Jetzt, nicht mal ein knappes Jahr später, ist alles fertig“, betonte Franz Grawe.

Alleinstellungsmerkmal

Mit dem Bau des aktiven Generationentreffs hat das Rüthener Schulund Sportzentrum damit eine gehörige Aufwertung, im Hinblick auf die bereits vorhandenen sportlichen Akzente wie Basketballplatz und Fußball-Kleinspielfeld, erfahren. „Für die Stadt Rüthen ist das ein Mehrwert. Mit einem solchen, auf einer Fläche stehenden Bewegungsparcours, haben wir in unserem Umkreis ein Alleinstellungsmerkmal schaffen können“, erklärte Andreas Janning, Fachbereichsleiter für Bau und Stadtentwicklung bei der Stadt Rüthen

Einige Bürger, die an der offizielle Eröffnungsfeier des Bewegungsparcours teilnahmen, ließen nicht lange darauf warten, sich selbst an den entsprechenden Geräten auszuprobieren. Einige wagten eine Balanceakt über die Slackline, andere versuchten ihr Können am Kniebeuger und andere wiederum, wie etwa Franz Grawe, unternahmen am Reck, „Calisthenics Crazy Bars“ genannt, ein paar schwerfällige Klimmzüge.

„Puh. Mein lieber Mann, das geht doch ganz schön in die Arme“, machte der Leichtathletik-Abteilungschef sogleich seine ersten persönlichen (schmerzhaften) Erfahrungen am Gerät und meinte noch außer Atem ganz lapidar: „Ich schaffe eigentlich schon ein paar Züge hintereinander. Ist halt alles immer nur eine Frage der Übung.“


„Wir haben es geschafft, etwas Besonderes ins Leben zu rufen.“

Franz Grawe, Abteilungsleiter Leichtathletik beim TSV Rüthen


Schulungen an Sportgeräten geplant

  • Der TSV Rüthen will im Frühjahr des kommenden Jahres an den neuen Sportgeräten entsprechende Trainingskurse anbieten.
  • Die Übungsstunden sollen in Zusammenarbeit mit der Rüthener Physiotherapie-Praxis Franz Nagel durchgeführt werden.

Mit vereinten Kräften geschafft: Der TSV Rüthen und sportbegeisterte Bürger freuen sich über den Bewegungsparcours.


FOTOS: GEORG GIANNAKIS

Quelle: Wochentip

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Anschluss zügig, qualitätvoll und kostenfrei

Glasfaser für Rüthen: Aktuell wird das Kabel im Bereich Spitze Warte zwischen Menzel und Hemmern verlegt. Von je 200 Metern entfernten Grabungspunkten wird durch die Erde gebohrt.

Foto Armin Obalski


Schnelles Internet für unversorgte Gebiete in Rüthen bis Ende 2019. Förderung hat enge Grenzen.

Von Armin Obalski

RÜTHEN - Es gibt Adressen im Rüthener Stadtgebiet, die, was die Versorgung mit schnellem Internet betrifft, „vom Dornröschenschlaf ins Hightech-Zeitalter katapultiert“ werden. Michael Sauerland (BG) fasste bei der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses zusammen, was der der geförderte Breitbandausbau bedeutet für Menschen, in Altenrüthen, Kellinghausen, Rüthen und Weickede, die bisher vom Daten-Highway nur träumen können.

Voraussetzung: Eigentümererklärung

Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest, und Heiko Grebe, Projektleiter bei der Westnetztochter Innogy, stellten im Ausschuss vor, wie und bis wann die 297 förderfähigen Adressen in den vier Orten über schnelles Internet verfügen können. Bis Ende 2019 soll das für alle der Fall sein, war Grebe zuversichtlich, auch wenn es auf dem Weg zur Umspannanlage in Rüthen noch Probleme mit drei Eigentümern gebe. Dann sind die noch Benachteiligten auf dem modernsten Stand, denn bei ihnen liegt Glasfaser bis ans Haus. Grundvoraussetzung: Die Grundstückseigentümer-Erklärung (GEE). Der Eigentümer muss sie abgeben „bevor der Bagger in der Straße steht“.

Kreiswelt liege die Rücklaufquote der GEE bislang bei 40 Prozent, so Hellmann. Zahlen für Rüthen hatte er noch nicht parat, doch rührte er gemeinsam mit Grebe die Werbetrommel

Die Argumente:

Der Hausanschluss ist bedingt durch die Förderung von Bund, Land und Kommune kostenlos auch ohne Abschluss eines Nutzungsvertrages mit einem der weiteren, neben Innogy, in einem offenen Verfahren zugelassenen Anbieter.

Versprochen wird Wertsteigerung des Hauses. Beigeordneter Hubert Betten sprach von einem „wert-entscheidenden Faktor“ bei einem möglichen Verkauf.

Unbegründet sei in den meisten Fällen die Sorge, für den Hausanschluss werde das Grundstück aufgegraben, erklärte Heiko Grebe. „In 90 bis 95 Prozent bohren wir durch die Erde oder arbeiten mit einer Erdrakete“. Müsse doch gegraben werden, beispielsweise wenn zu viele andere Versorgungsleitungen zu dicht beieinander liegen, dann nur 30 Zentimeter breit und 60 Zentimeter tief.

„Wir legen Wert auf hochwertigen Tiefbau“, entgegnete Grebe auf die Frage nach Referenzen der beauftragten Firmen. Dass eine Straße mehrfach für Nachbesserungen wieder aufgemacht werden müsse (im Ausschuss genannt wurde das Negativ-Beispiel Suttrop), werde es nicht geben, versprach er.

Wer nicht der Förderkulisse von weniger als 30 Mbit entspricht, geht aber (vorerst) leer aus, selbst wenn das Glasfaserkabel direkt vor seiner Haustür verlegt wird. Auch wer einen Anschluss für Kabelfernsehen hat legen lassen, liegt über dem Grenzwert, wie Heiko Grebe erklärte. Jürgen Augustinowitz (CDU) hatte sich über die Zahl von nur 75 förderfähigen Adressen in der Kernstadt gewundert. Später aber, versicherte Grebe, werde Westnetz hier aus eigenwirtschaftlichen Interesse für Abhilfe sorgen.


Leistung von weniger als 30 Mbit pro Sekunde

  • 297 förderfähige Adressen (242 Privathaushalte und 55 Unternehmen) sind im Stadtgebiet unterversorgt weil sie nur weniger als 30 Mbit pro Sekunde verfügen
  • 184 Betroffene gibt es in Altenrüthen, 75 in Rüthen, 27 in Kellinghausen und 11 – und somit das ganze Dorft – in Weickede.
  • „Was passiert bei Ihnen zu Hause?“: Für alle Betroffenen Bürger findet am Mittwoch, 28. November, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Gemeindehalle in Altenrühten statt.

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In Rüthen per App unterwegs

BG treibt Digitalisierungsprojekt voran. Ausschuss ist der Teilnahme nicht abgeneigt

RÜTHEN Eine Rüthen-App – zum Beispiel als Mitfahrzentrale: Das hat die BG-Fraktion im Sinn, wenn sie die Teilnahme an der Initiative „Digitale Städte und Regionen“ vom Städte- und Gemeindebund und der Telekom beantragt. Das wurde im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss deutlich. Fraktionschefin Annette Herbst- Köller erläuterte das Projekt: Ein bis zwei Verwaltungsmitarbeiter würden an einem eintägigem Workshop teilnehmen, in dem sie Informationen über die Stadt Rüthen weitergeben. Die Telekom kümmere sich danach um alles Technische. Es fielen nur die Personalkosten an.

Hintergrund sei, dass keine Stadt wie Rüthen unter den bisherigen 23 Kommunen sei. Diese haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Digitalisierung voranzutreiben. „Rüthen ist eine große Flächengemeinde, hier gibt es keine Parkplatzproblematik, sondern eher Infrastrukturprobleme“, so Herbst- Köller. Ihre Idee: eine Mitfahrer-App ähnlich wie das überregionale „Blabla-Car“. Nur eben auf regionaler Ebene, auf Rüthens Bedürfnisse angepasst.

Die Reaktionen auf den Antrag fielen überwiegend positiv aus. Die FDP-Fraktion lobte, dass eine solche App auch ein gutes Handwerkszeug für Jugendliche sein könne und der zu investierende Aufwand offenbar übersichtlich sei. Alfons Levenig (CDU) erklärte, solange das Projekt für die Stadt Rüthen kostenneutral wäre, sei das in Ordnung. Jedoch habe man bereits im Rahmen des Leader-Förderprogramms eine ähnliche Aktion angestoßen, die dann aber deutlich zu teuer geraten wäre. Insofern blieben nun viele Fragen offen. Auch die SPD-Fraktion verkündete eine positive Haltung, forderte aber weitere Informationen rund um das Projekt. Allein Sven Rehborn (CDU) stellte infrage, dass eine solche App in Rüthen genug Nutzer finden könnte.

Der Ausschuss beauftragte Annette Herbst-Köller, weitere Fakten einzuholen. Eventuell könnte ein Vertreter der Stadt Warstein eingeladen werden. Die Nachbarstadt nimmt nämlich bereits an dem Projekt teil. bis


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Rüthen hat seine Wirtschaftswege dokumentiert

Wirtschaftswege sind komplett dokumentiert. Für Erhaltung fehlt Geld - Von Marcel Mund

RÜTHEN - Zustand, Nutzung, Empfehlungen für die Zukunft – und das für mehr als 600 Kilometer Streckennetz: Das von der Stadt in Auftrag gegebene sogenannte Wirtschaftswegekonzept ist fertig. Das verantwortliche Ingenieurbüro und Bürgermeister Peter Weiken stellten das Papier am Montagabend im Rathaus der Öffentlichkeit vor. Ein Ergebnis: Um den jetzigen Bestand an Feldwegen aufrechtzuerhalten, wäre eine enorme Investitionssumme notwendig.

Genauer gesagt 1,6 Millionen Euro, wie Eduard Schwarz von der Firma Ge-Komm erläuterte, welche das Konzept seit Februar für die Stadt erstellt hat. „Das ist natürlich eine utopisch hohe Zahl, die keine Kommune leisten kann“, sagte Schwarz. Mit der Zahl solle aber verdeutlicht werden, wie viel Geld nötig wäre, um zumindest die Wirtschaftswege, die sich in einem guten Zustand und in städtischer Hand befinden, auch in Zukunft in einem guten Zustand zu erhalten.

Denn dafür ist das Konzept gedacht: Die Stadt hat mit dem Papier künftig eine Art Handbuch zur Verfügung und weiß, welche Wege für Rüthen von Bedeutung sind und erhalten werden müssen. Denn angesichts der klammen Haushaltslage wird sie nicht jeden Weg sanieren können. Das sagte auch Bürgermeister Peter Weiken bei der Vorstellung des Konzepts: „Wir werden jetzt nicht in Aktionismus verfallen, es wird keine sofortige Umsetzung des Konzepts geben.“ Aber: „Wenn künftig mal ein Fördertopf für Wirtschaftswege aufgelegt werden sollte, haben wir als Stadt das nötige Konzept bereits in der Schublade.“

Die Investitionssumme ist eine von vielen Zahlen, die in dem fertigen Konzept zu finden sind. Detailliert wird darin jeder Wirtschaftsweg, der sich im Stadtgebiet befindet, aufgelistet und anhand seines Zustandes und seiner Nutzung in eine Kategorie eingeordnet. Wo viele unterschiedliche Nutzergruppen verkehren, ist beispielsweise von einem multifunktionalen Weg die Rede. Wo viel Forstwirtschaft herrscht, wird hingegen von Hauptwirtschaftswegen gesprochen.

Vertreter der Kommunalpolitik, der Bezirksregierung, der Land- und Forstwirtschaft sowie des Tourismus und des Naturschutzes wirkten bei der Erstellung mit. An insgesamt vier Bürgerveranstaltungen konnten sich zudem die Einwohner in die Planung einbringen. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, sich über ein Internetportal an dem Konzept zu beteiligen. Die Stellungnahmen der Bürger wurden anschließend vom Ingenieurbüro gemeinsam mit der Stadt bewertet und flossen in das Konzept mit ein. Dadurch ist in dem Konzept nun zum einen der heutige Zustand der Wege und ihre Bedeutung erfasst, zum anderen, was in Zukunft mit den Wegen passieren könnte. Das Konzept listet Empfehlungen auf, etwa dass viel genutzte Wege ausgebaut und kaum oder gar nicht genutzte Wege zurückgebaut werden könnten. So könnten etwa Flächen künftig privatisiert werden oder als Ausgleichsfläche herhalten.

Antonius Kirse von der BG kritisierte während der Vorstellung des Konzepts, dass seit mehreren Jahren nicht mehr in die Wirtschaftswege investiert worden sei. Weiken hielt dagegen: „Die Summen, die hier genannt werden, müssen auch da sein. Wir als Stadt, die sich in der Haushaltssicherung befindet, haben sie nicht.“ Die Kosten für das Konzept beliefen sich auf rund 59 000 Euro. Insgesamt 75 Prozent der Kosten wurden vom Land NRW gefördert, den Rest zahlte die Stadt.

Zahlen über Zahlen

Insgesamt gibt es im Stadtgebiet rund 645 Kilometer Wirtschaftswege, 588 Kilometer davon gehören der Stadt, 44 Kilometer sind Privatwege und 12,5 Kilometer gehören anderen Interessenten (z.B. dem Land NRW). Von den städtischen Wegen sind 100 Kilometer in einem sehr guten Zustand, an weiteren 381 Kilometern sind kleinere Reparaturen notwendig. Eine Gesamtsanierung ist hingegen bei 61 Kilometern erforderlich. Bei etwa 17 Kilometern ist keine Verkehrsfläche mehr vorhanden.

Portal

Die anonymisierten Stellungnahmen von Bürgern zu einzelnen Wirtschaftswegen sowie die Kategorisierung der Wege sind noch bis Ende des Jahres auf einer Internetseite des Ingenieurbüros abrufbar. Die Stadt überlegt noch, ob sie die Stellungnahmen danach auf ihrer eigenen Internetseite zur Verfügung stellt. wirtschaftswegekonzept.de


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© 2017 Der Patriot Zeitungsverlag

BG Rüthen besichtigt Rettungszentrum

Einen sehr guten Einblick bekamen Mitglieder der BG Fraktion beim Besuch des Rettungszentrums in Soest. In dem Gebäude sind Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Veterinärdienst zusammen untergebracht. Hierdurch können viele Synergieeffekte genutzt werden. „Die gemeinsame Unterbringung ist in NRW einmalig“, so Öffentlichkeitsreferentin Franca Großevollmer. In der Kreisleitstelle kommen täglich etwa 500 Anrufe an, die von den Fachleuten dort entsprechend betreut und weitergeleitet werden. Tendenz steigend. Die Politiker sprachen ebenfalls das Problem der Versorgung der Rüthener Bürgerinnen und Bürger an.

Antrag: Teilnahme der Stadt Rüthen am Projekt „Digitale Städte und Kommunen“

Begründung:

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und der Telekom erarbeiten Vertreter von derzeit 23 Kommunen eine Initiative „Executive Program Digitale Städte und Regionen“. Das übergeordnete Ziel hierbei ist es, die Regionen fit für die digitale Zukunft zu machen. Konkret heißt es, dass eine app entwickelt werden soll, mit deren Hilfe sich Bürger zukünftig in städtische Planungsprozesse einbringen können. Weitere Handlungsfelder der app sollen Mobilität, Verkehr, Luft usw. sein. Einer der Hintergründe für die Entwicklung der app ist, dass sich gerade junge Bürgerinnen und Bürger verstärkt an der Stadtentwicklung beteiligen sollen. Die app soll allgemeingültig aufgebaut sein und zukünftig allen Städten und Gemeinden zur Verfügung stehen. Medienberichten zufolge soll das zukunftsfähige Projekt im nächsten Jahr fortgeführt werden

Die BG hält die Beteiligung der Stadt Rüthen für sehr sinnvoll, denn eine kleine, ländlich gelegene Flächengemeinde wie Rüthen weist andere Strukturen und Probleme auf als größere Städte. Damit unsere Bedürfnisse bei der Erstellung der app mitberücksichtigt werden können, sollen Mitarbeiter der Verwaltung aktiv an dem Projekt teilnehmen.

Weitere Infos.


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Schon der Aufbau stärkt die Muskeln


Fitness für jedermann: Auf dem Sportplatz am Schlangenpfad werden die Outdoor-Sportgeräte aufgestellt. An acht Stationen, die für jedes Alter gedacht sind, können die Nutzer verschiedene Muskelgruppen und Problemzonen trainieren. - FOTO: RILANA TEIPEL


Am Schlangenpfad entsteht ein Fitness-Parcours für alle Generationen. Der TSV als Initiator hofft auf Anziehungskraft über Rüthen hinaus

Von Rilana Teipel

Rüthen. Bewegung tut gut – erst recht im Freien an der frischen Luft. Wer sich in der Bergstadt in Zukunft fit halten möchte, der muss kein Vermögen mehr in Fitnessstudios ausgeben, sondern kann sich im neuen Playpark herausfordern: Klimmzüge, Sit-Ups, Balancieren oder Hüftkreisen – die neuen Outdoor-Sportgeräte am Schlangenpfad bieten sowohl für Amateur-Sportler als auch für Leichtathletik-Profis jede Menge neue Möglichkeiten.

Bereits in aller Frühe rückten die ehrenamtlichen Helfer des TSV Rüthen am Samstagmorgen mit Bagger und Schaufel an, um die neuen Gerätschaften aufzustellen. „Die Geräte wurden am Freitag wie geplant angeliefert“, freute sich Franz Grawe, Abteilungsleiter Leichtathletik beim TSV. „Anschließend haben wir sofort mit dem Auspacken und der Vormontage begonnen.“

70 Kubikmeter Fallschutz verteilt

Doch mit dem Aufbau und dem Montieren der neuen Fitnessgerätschaften war die Arbeit noch lange nicht getan, schließlich gilt es auch in Zukunft, für die Sicherheit der Sportler zu garantieren. Und so mussten die Stationen zunächst einbetoniert werden, bevor die rund 70 Kubikmeter Hackschnitzel als Fallschutz verteilt werden konnten.

Bis es jedoch endlich so weit war und die Geräte ihren neuen Platz gefunden haben, hat es mehr als ein Jahr gedauert, das Projekt „Sport, Spiel, Spaß für alle – der aktive Generationentreff in Rüthen“ umzusetzen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres warf Vorsitzende der Rüthener BG, Annette Herbst-Köller, die Idee für den Outdoor-Playpark in den Raum. „Wir wussten gleich, das könnte ein Projekt für das Leader-Programm werden“, blickte Franz Grawe zurück. Und damit begann zugleich ein Haufen an Bürokratie, diversen Vorträgen und einem langen Bewerbungsprozess. „Wir haben das alles nebenbei gemacht“, schaute Joachim Stahlberg als Hauptkassierer des Sportvereins auf die durchaus herausfordernde Zeit zurück.

Doch wer nicht wagt, der bekanntlich auch nicht gewinnt. Und die Mitglieder des TSV Rüthen haben gleich Beides getan und damit einen erheblichen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Bergstadt geleistet: „Es kommen sogar bereits regelmäßig Leute von außerhalb, um unseren Sportplatz zu nutzen“, so Franz Grawe.


„Der neue Playpark spricht alle Generationen an.“

- Franz Grawe, Abteilungsleiter Leichtathletik beim TSV Rüthen


Training für alle Muskelgruppen

„Das dürften mit dem neuen Playpark in Zukunft bestimmt noch mehr werden“, zeigte er sich optimistisch, mit dem neuen Angebot auch Auswärtige und Touristen anzusprechen. Schließlich haben die acht Sportgeräte für nahezu alle Muskelgruppen etwas zu bieten: Muskel- und Kraftpakete dürften vor allem im neuen Hangelzug voll auf ihre Kosten kommen, während die Damen sicherlich am Hüftkreiser, Sit-Up-Gerät oder am Balance- Parcours Gefallen finden werden. „Damit spricht der neue Park alle Altersgenerationen an und wird sicherlich nicht nur von den Schulen, sondern auch von den Asylbewerbern oder vom Pflegezentrum benutzt“, so Grawe.

Geachtet haben die Initiatoren vor allem auf die Langlebigkeit der Gerätschaften. Alle Stationen sind aus verzinktem Edelstahl gefertigt und damit beinahe „unkaputtbar“, sofern sie auch von Vandalismus verschont bleiben. Bevor die Geräte jedoch eingeweiht werden können, dürften noch zwei oder sogar drei Wochen vergehen, denn diese Zeit benötigt alleine der Beton, um auszuhärten. „Wir planen dann eine große Eröffnungsfeier mit Helfern und Besuchern“, verriet der Abteilungsleiter bereits. Auch eine Einführung an den Geräten zusammen mit einem Physiotherapeuten ist für die Feier angesetzt. Zusätzliche Lampen sollen zudem dafür sorgen, dass der Parcours auch in den Abendstunden genutzt werden kann, so dass es selbst für Sportmuffel demnächst keine Ausrede mehr geben dürfte, etwas für den eigenen Körper zu tun.


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BG blickt zufrieden auf Rüthen und ihre Arbeit

Zeichen der Beharrlichkeit: Bürgergemeinschaft wählt frisch sanierten Wasserturm für Sommergespräch

von Armin Obalski

RÜTHEN - Aus zwei Gründen hat die BG den Wasserturm für ihr Sommergespräch gewählt: Zum einen eignet sich der Bau mit 36 Metern Höhe bestens für einen Rück- und Ausblick. Zum anderen sehen Annette Herbst-Köller, Susanne Dönnecke, Franz-Josef Dohle, Antonius Kirse und Michael Sauerland im Turm ein Symbol für die Beharrlichkeit der BG. Immer wieder habe sie auf die Beseitigung der Schäden gedrungen – jetzt ist er frisch saniert.

  • Trinkwasser und Straßenbau: „Gerade der trockene Sommer hat gezeigt, wie wichtig Trinkwasserschutz und eine gesicherte Versorgung ist“, betont Franz-Josef Dohle. Daher müsse und werde sich Rüthen auch mit Händen und Füßen gegen Steinabbau im Grundwasser stemmen, auch wenn die neue Landesregierung hier „durch die Hintertür Zugeständnisse gemacht“ habe. Vor dem Hintergrund des Wasserschutzes ebenso kritisch wird der Landesentwicklungsplan gesehen, der die Agrarindustrie samt folgendem Gülletourismus und Auswirkungen auf die Nitratwerte im Wasser fördere.

  • Bauvorhaben: Gleich, ob es um ein Boardinghouse am Hachtor oder den Ausbau der Gehwege im Zuge der Sanierung der Kreisstraße in Meiste geht, hält die BG es für richtig, erst die betroffenen Anlieger zu hören und weitere Informationen einzuholen, ehe entschieden wird. Bei der Ausweitung des Rennbetriebes auf der Verkehrsübungsanlage Kaiserkuhle sei dies nicht erfolgt, beklagen die Politiker.

  • Senioren: Bei der von einem heimischen Bauunternehmer geplanten Senioren-WG am Schlangenpfad stellt sich für die BG die Frage, ob die zwölf Plätze ausreichend sind vor dem Hintergrund der Entwicklung des Pflegenzentrums. Das neue Wohnangebot könne durch Zusammenarbeit mit den benachbarten Schulen eine Art Mittelpunkt für alle Generationen werden. Auch in der Frage zur Zukunft des Pflegezentrums ist sich die BG einig: Es handelt sich zwar um eine privatwirtschaftliche Angelegenheit, wichtig sei aber der Erhalt.

  • Wohnraum: Die BG mahnt bei der Verwaltung eine von ihr beantragte Übersicht an, wo innerstädtische Flächen für Wohnbebauung erschlossen werden können, wo eine Nachnutzung im Bestand denkbar sei, aber auch wo neue Baugrundstücke in den nächsten 10, 15 Jahren erschlossen werden können, auch in den Dörfern. Außerdem halten die BG-Vertreter nach wie vor die Initiative „Jung kauft Alt“ für eine gute Idee und fordern finanzielle Anreize durch die Stadt.

  • Tourismus: Von der bevorstehenden weiteren Attraktivitätssteigerung des Bibertals erhofft sich die BG eine weitere Stärkung der Anziehungskraft Rüthens, wobei die Anbindung an die Stadt noch zu wünschen übrig lasse. Zeit werde es für die schon vor einem Jahr angekündigte E-Bike- Ladestation am Waldschiff. Hier hinein spielt aber schon das nächste Thema.

  • Energieversorgung: Die BG hält es für sinnvoll, die Ladestation demjenigen zu überlassen, der beim geplanten Einstieg der Stadt ins Energiegeschäft zum Zug kommt. Hierfür lägen einige Angebote vor. „Wir brauchen einen Partner, der größer ist als Rüthen und sich gut in der Energiewirtschaft auskennt“, nennt Dohle die Maxime der Beratungen und Verhandlungen, die sich doch als langwieriger herausgestellt hätten, als erwartet.

  • Schule und Kindergärten: Die BG freut sich, dass die Verwaltung Investitionen in die ohnehin gute Schullandschaft schon so weit ins Vorfeld plane, dass Rüthen etwa – anders als viele andere Kommunen – die Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ zeitnah abrufen kann. Und sie freut sich, dass ein Administrator für die Informationstechnik in Schulen und Stadtverwaltung Anfang 2019 seine Arbeit aufnehmen wird. Im Ausbau der im Frühling gestarteten Waldspielgruppe sieht Annette Herbst-Köller einen Puffer, sollte die Nachfrage nach Kinderbetreuung das Angebot in den Kitas übersteigen.

  • Fazit: Ausdrücklich lobt die BG die Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch die Zusammenarbeit in der Politik: „Wir wollen alle für Rüthen das Beste“, betont Kirsse.

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Antrag der BG:
Schaffung von Flächen für privaten Wohnraum
- Ausweisung von Flächen -

Antrag: Die Verwaltung möge die Realisierung möglicher Neubaugebiete auf Machbarkeit überprüfen. Zu den Neubaugebieten zählen einerseits Gebiete, die als Nachverdichtungsflächen gelten, d.h. innerstädtische Flächen, die aktuell z.B. als Garten, Weide oder Lagerflächen genutzt werden. Andererseits zählen Flächen am Ortsrand dazu, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden Die Verwaltung möge neben der Überprüfung auf Machbarkeit, mit den Eigentümern potentieller, zukünftiger Flächen für Neubaugebiete in Verhandlungen treten, um deren Verkaufsabsichten zu erfragen

Begründung: In den letzten Jahren konnte Rüthen einen positiven Familienzuzug verzeichnen. Dies und auch einen weiteren Familienzuzug begrüßt die BG sehr. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind ausreichend Baugrundstücke. Die Grundlage für die Planung hat die Verwaltung im Herbst 2017 geschaffen, indem sie eine umfangreiche Präsentation zum Thema „Schaffung von Wohnraum“ erstellt hat.

Da das Entwickeln neuer Baugrundstücke einige Jahre in Anspruch nehmen wird, sieht die BG Fraktion dringenden Handlungsbedarf, zügig weitere Neubaugebiete in Rüthen auszuweisen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Annette Herbst-Köller
Fraktionsvorsitzende


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Erster Waldkindergarten gestartet: Bibertaler als Erkunder

Foto: Wapelhorst


RÜTHEN - Zehn kleine Walderkunder sind zum ersten Treffen des neuen Waldkindergartens ins Bibertal gekommen. Ausgerüstet mit Rucksack, Matschhose und Proviant ging es mit vier Betreuerinnen nach einem Spiel zum Auflockern auch gleich auf Wanderschaft – und das bei bestem Wetter. Zuerst stellte die Gruppe Regeln auf: Immer in Sichtweite bleiben und die Sammelpunkte merken. Treffpunkt ist dabei jeden Freitag um 9 Uhr am Waldschiff. „Wir haben uns vorher einen Punkt im Wald ausgeguckt“, erklärt Betreuerin Heike Ströcker zur Vorbereitung. Von dort aus erkunden die Kinder dann ihre Umgebung.


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Der Patriot: Bibertaler kurz vor Start

Naturburschen und Waldfeen aufgepasst: Die Bibertaler rund um (v.l.) Gyso von Bonin, Susanne Dönnecke und Heike Ströcker nahen. Arno (7) ist zwar schon zu alt, andere Enkelkinder von Ströcker haben aber durchaus Waldkindergarten-Erfahrung. - Foto: Schönhense


Waldkindergarten-Gruppe will sich gründen: Initiator von Resonanz überwältigt

Von Birte Schönhense

RÜTHEN - Der Alltag in einem Waldkindergarten? Heike Ströcker weiß Bescheid. Die Kinder könnten Naturmaterialen sammeln und damit Mandalas legen, Land-Art genannt. Aber: „Wenn sie Mistkäfer finden und sie um die Wette rennen lassen wollen, dann machen wir eben das.“ Eine glückliche Kindheit in der Natur – das ist das Ziel von Heike Ströcker und ihrer Kollegin Bettina Jäger, die demnächst Betreuerinnen des neuen Waldkindergartens sind.

Vor dem heutigen Info-Abend rührt Initiator Gyso von Bonin noch einmal die Werbetrommel für das neue Angebot. Den Waldkindergarten – oder eher: die Naturspielgruppe „Die Bibertaler“. Einige Kindergärtnerinnen fürchteten Konkurrenz. Dabei sei das Angebot von Anfang an als Ergänzung zum regulären Kindergarten gedacht gewesen, stellt von Bonin klar. „Für Eltern, denen wichtig ist, dass ihre Kinder sich draußen in der Natur bewegen, bei jedem Wetter.“

Und das kommt an. Eine Handvoll feste Zusagen habe er schon – noch vor dem Info-Termin. Und: Nur 15 Kinder könne eine Gruppe umfassen. Bei großem Andrang sei die Öffnung einer zweiten Gruppe denkbar. Und durchaus möglich: Von Bonin ist überwältigt von der Vielzahl positiver Rückmeldungen.

Für Heike Ströcker, Natur- und Landschaftsführerin aus Kallenhardt, ist klar, dass sie mit Kindern arbeiten möchte. Im Kallenhardter Kindergarten tut sie das bereits regelmäßig. Und auch im Bibertal kennt sie sich bestens aus: Das wird nämlich der neue Waldkindergarten. Das Betreuerinnen-Duo will sich Aktionen in der Natur für die Kleinen überlegen, diese aber nicht auf Teufel komm raus durchziehen. Erlaubt ist, was den Kindern Spaß macht. Ganz spontan. Aber: Immer mit Respekt vor Pflanzen und Tieren. Das sollen die Kinder gezielt lernen. Etwa, dass sie auf den Wiesen nicht das Knabenkraut in der Blütezeit platttrampeln. Die Betreuerinnen haben den Hut auf – aber Regeln sind nur zum Schutz von Kindern und Natur da.

Die Jahreszeiten sollen – oder: dürfen – sie spüren, am eigenen Leib. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, ist Susanne Dönnecke als Mitglied der Bibertaler-Arbeitsgruppe überzeugt. Bei Regen gibt’s ja noch das überdachte Waldschiff. Wobei Regen ja auch herrlichen Matsch erzeugt. Nur Sturm und Hagel sind tabu. Dann fällt das freitägliche Gruppentreffen entweder aus oder findet geschützt auf von Bonins Hof in Körtlinghausen statt.

Info-Treffen ist heute Abend

Interessierte Eltern und Großeltern sind beim heutigen Infoabend willkommen: Beginn ist um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Rüthen. Es gibt Informationen zu der neu zu gründenden Gruppe und den Rahmenbedingungen. Danach erzählt Erzieherin Sarah Schulte von ihrem Alltag beim Ini-Waldkindergarten Lippstadt, untermalt von anschaulichen Fotos. So sollen die Interessierten einen Eindruck vom Waldkindergarten bekommen. Direkt vor Ort können sie ihre ab dreijährigen Kindergartenkinder anmelden. Es ist ein Zusatzangebot zum Kindergarten – kein Ersatz. Die Bibertaler treffen sich nur einmal in der Woche vormittags von 8.30 bis 12.30 Uhr, Start ist voraussichtlich am Freitag, 4. Mai. Anmeldeschluss ist der 1. Mai. Ansonsten besuchen die Kleinen einen regulären Kindergarten, für den Waldkindergarten wird ein Unkostenbeitrag fällig. Die Betreuerinnen selbst arbeiten ehrenamtlich.


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Der Patriot: Wald-Kiga ist gegründet

Genug Interesse bei Info-Abend am Montag

RÜTHEN - Mit einem Blick auf die Liste potenzieller Anmeldungen stand es fest: „Das ist jetzt die Nachricht: Es findet statt“, verkündete Initiator Gyso von Bonin. Gemeint ist der Waldkindergarten, besser: die Naturspielgruppe „Die Bibertaler“. 21 Interessenten hatten sich am Montagabend im Rathaus zur Info- Veranstaltung eingefunden. Darunter viele Vertreter der heimischen Kindergärten – aber auch neun Personen, die sich in die Liste der Interessenten eingetragen haben. Und, wie eine Mutter andeutete: „Ich kenne viele, die auch Interesse hätten, aber heute nicht hier sind.“ Vorgesehen ist eine Gruppengröße von 15 Kindern.

Besonderes Augenmerk lag auf den beiden Damen, die ab dem 4. Mai Betreuerinnen der neuen Gruppe sein werden. Sie stellten sich kurz vor: Bettina Jäger und Heike Ströcker kommen beide aus Kallenhardt. Die 46- jährige Jäger ist Erzieherin und hat unter anderem zehn Jahre lang mit zwei Kolleginnen eine Spielgruppe in Kallenhardt geleitet. Ströcker ist Natur- und Landschaftsführerin, hat Spaß an der Arbeit mit Kindern und kennt sich aus im Wald: „Ich weiß, was giftig ist und was nicht

Die Eltern hatten viele Fragen – und oftmals lautete die Antwort, dass vieles bei Bedarf persönlich zu regeln sei. Schließlich ist die Initiative an keinen Träger oder irgendwelche Auflagen gebunden, die Fördergelder mit sich bringen würden – und hat entsprechend viele Freiheiten.

Kindergärten wollen unterstützen

Die Kindergärten signalisierten Unterstützung. Stefanie Schmidt von der Einrichtung St. Josef plädierte dafür, an einem Strang zu ziehen – und sprach sich dafür aus, die Kinder gegebenenfalls nach Ende des freitäglichen Waldkindergarten-Vormittags für die Nachmittagsbetreuung wieder aufzunehmen.

Einen Eindruck vom Alltag im Waldkindergarten gab Sarah Schulte von einer Ini-Einrichtung in Lippstadt. Von Bonin sagte auch, dass sich Interessenten noch melden können – und die Anmeldung erst mit der Zahlung des Kostenbeitrags verpflichtend sei. Ansprechpartner sind Gyso von Bonin, Stadt-Mitarbeiter Fabian Winkler oder die beiden Betreuerinnen. bis


Stellten sich vor: Heike Ströcker und Bettina Jäger (v.l.), die beiden Betreuerinnen der Naturspielgruppe.
Foto: Schönhense


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Leserbrief aus der Westfalenpost:
Anlieger schon jetzt durch zusätzlichen Lärm belastet

Motorsport in der Kaiserkuhle. Mit großer Verwunderung hatten die Anlieger der Kaiserkuhle die Behauptung des Vereinsvorsitzenden (Gisbert Frisse, MSC, Anm. d. Red.) zur Kenntnis genommen, im Jahre 2017 hätten nur an vier Tagen Motorsportveranstaltungen in Rüthen stattgefunden. Mit dieser nachweislich falschen Darstellung konnte der Betreiber der Anlage die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses (mit Ausnahme der BG) veranlassen, der beantragten Änderung des Flächen-nutzungs- und Bebauungsplans zuzustimmen, so dass zukünftig auch auf der Erweiterungsfläche Motorsport betrieben werden soll. Jetzt wird zurück gerudert: Bei den vier Tagen handele es sich um wettbewerbsmäßig ausgeschriebene Termine. Die darüber hinaus durchgeführten Veranstaltungen, die im Übrigen für die Anwohner teilweise weitaus belastender sind, da sie ohne jedes Reglement völlig unkontrolliert stattfinden, und die nach Angaben des Vereinsvorsitzenden an bis zu insgesamt 69 Tagen pro Jahr stattfinden können, sind in der Ausschusssitzung, in der ohne jeden Vorbehalt nur vier Tage Motorsport angegeben wurden, schlichtweg verschwiegen worden. Dabei hat der Betreiber selbst gegenüber der Genehmigungsbehörde für 2017 insgesamt 19 Motorsportveranstaltungen gemeldet. Nicht in diesen 19 Terminen sind Veranstaltungen enthalten, die der Betreiber kurzerhand als „Verkehrserziehung“ deklariert und nicht meldet. Diese äußerst immissionsträchtigen Veranstaltungen tauchen in der Statistik gar nicht auf. Offensichtlich war von vornherein auch Motorsport auf dem neuen Areal geplant. Die Anwohner konnten sich bereits davon überzeugen, wie belastend sich das auf der neuen Anlage auswirkt, da dort entgegen aller Auflagen und Zusicherungen in der Vergangenheit bereits Motorsport ausgeübt wurde.

Auch die Aussage in der Ausschusssitzung, auf der Anlage würde keine Rallyes mehr gefahren, ist falsch. Der Betreiber selbst hat der Genehmigungsbehörde für 2017 Rallye-Termine gemeldet. Addiert man die willkürlich „unterschlagenen“ Termine und die offiziellen Veranstaltungen, kommt man den nach Angaben des Betreibers insgesamt pro Jahr zulässigen 69 Veranstaltungen zumindest sehr nahe. Es genügt gesunder Menschenverstand um sich vorzustellen, wie sich die Erweiterung der Motorsportfläche von ca. 1,2 ha auf ca. 4 ha auf die Lärmentwicklung auswirken wird, so dass die Behauptung des Betreibers, die Immissionsschutzwerte würden eingehalten, reine Spekulation ist. Völlig unverständlich erscheint auch die planungsrechtliche Haltung der Stadt, die sich offenbar ohne erkennbaren Nutzen der Möglichkeit berauben will, zukünftig Wohnbebauung in Richtung Norden auszuweisen. Irreführend auch insoweit der Hinweis des Vereinsvorsitzenden auf Gewerbesteuer für die Anlage (werden denn steuerpflichtige Gewinne erwirtschaftet?) und angebliche Vorteile für die Gastronomie. Welcher konkrete Vorteil soll sich denn für die heimische Wirtschaft ergeben, wenn das Areal für den Motorsport zu Lasten der Anwohner ausgeweitet wird?

Franz-Josef Kußmann,
Rüthen


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Leserbrief aus der Westfalenpost:
Lärmbelästigung nimmt dramatisch zu

Motorsport in der Kaiserkuhle. Seit Jahren erfolgt eine zermürbende ,Salamitaktik“. Aus einer ursprünglichen Verkehrsübungsanlage mit 1,2 Hektar soll nun ein knapp 4 Hektar großer Motorsportplatz werden – im EU-Vogelschutzgebiet, nahe der Bebauung, am Wasserschutzgebiet.

Die Kritik von uns Bewohnern beruht leider nicht auf Vermutungen, sondern auf Tatsachen. Eine Tatsache ist, dass der Betreiber schon häufig gegen die Genehmigung verstoßen und nachweislich den neuen Teil der Anlage für Motorsportaktivitäten mit hohen Geschwindigkeiten genutzt hat. Daher können wir Bewohner sehr gut beurteilen, dass die Lärmbelästigungen, die insbesondere vom neuen Teil der Anlage ausgehen, für uns drastisch zunehmen. Müssen wir diese Lärmimmissionen (...) zukünftig 69 Mal im Jahr hinnehmen? Eine weitere Tatsache ist, dass die vom MSC geschaffenen Parkflächen bei Weitem nicht ausreichen. Neben dem Parken wird auch das Fahrerlager auf der Lippstädter Straße, d.h. im Wasserschutzgebiet aufgebaut. Ölflecken und liegengebliebene Ölkanister sind nach jedem Rennen die Folge. Die Landwirtschaft wird regelmäßig auf das Einhalten von Vorschriften kontrolliert – wer kontrolliert dort?

Schön, dass sich Rüthener Politiker mit Unterstützung von MdL Blöming für besseren Lärmschutz für die Anwohner der Hansastraße in Rüthen einsetzen. Was ist mit uns Bewohnern im Norden? Sollen wir zukünftig einem höheren Lärmpegel ausgesetzt werden. Warum?

Anneliese Schrewe und Margret Ohrmann,
Rüthen


(Lesaerbrief als PDF )

Besucht beim Landtagsabgeordneten Jörg Blöming

Zu einem Informationsaustausch haben die BG Mitglieder Susanne Dönnecke und Annette Herbst-Köller den Landtagsabgeordneten Jörg Blöming in seinem Erwitter Büro besucht. Unter anderem haben sie aktuelle Themen wie ärztliche Versorgung, Steinabbau und Trinkwasserschutz sowie die bürokratischen Hürden bei der Umsetzung von Projekten der EU besprochen.


(Artikel als PDF )

Besichtigung des Betriebes Strugholtz

Eine Besichtigung des Betriebes Strugholtz haben die Mitglieder der BG Fraktion durchgeführt und waren von den vielfältigen Tätigkeiten sehr beeindruckt.

RÜTHEN - Aus einem ursprünglich landwirtschaftlichen Betrieb mit Tierhaltung hat sich in den letzen 25 Jahren ein Lohnunternehmen mit mehr als 20 Arbeitsplätzen entwickelt, der von 2 Generationen bewirtschaftet wird. Zum Aufgabengebiet der Firma gehört u.a. das Herstellen von qualitativ hochwertigen Hackschnitzeln, die u. a. die Rüthener Hackschnitzelanlagen in der Nikolausschule und die die mobile Anlage der Maxi-Kolbe-Schule/Biberbad beziehen. Um dem Qualitätsanspruch zu genügen werden die Hackschnitzel zum Teil mit der Abwärme einer Biogasanlage getrocknet. Die mittlerweile jahrelange Erfahrung zeigt, wie wichtig die Mischung der unterschiedlichen Hölzer wie Buchen aber auch Pappeln und Weiden ist.

Weitere Standbeine sind die Pflege der Trassen großer Stromleitungen im gesamten Sauerland, Ostwestfalen und Teilen des Ruhrgebietes. Daneben ist die Firma im Bereich Landschaftspflege und Kompostierung aktiv. Am bekanntesten ist der Weihnachtsbaumverkauf von Bäumen aus eigenen Beständen.


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Im Einsatz für die Bürger der Bergstadt

BG Rüthen blickt auf Einsätze zurück. Projekt für seniorengerechtes Wohnen nimmt Formen an

RÜTHEN - Stets präsent und aktiv zeigte sich die Bürgergemeinschaft Rüthen (BG) im vergangenen Jahr. Nicht nur die Teilnahme an Betriebsbesichtigungen, Unternehmertreffen, Workshops und Versammlungen auf Orts- und Kreisebene war für die eifrigen Mitglieder eine Selbstverständlichkeit, auch konnten die Vertreter der Rüthener Bürger bereits jede Menge bewegen. „Wir haben viel geleistet und sind sehr erfolgreich gewesen“, blickte Annette Herbst-Köller in ihrem Bericht zurück.

Ein aktuelles Thema ist das Rüthener Motorsportgelände „Kaiserkuhle“. Entgegen der Forderungen des Antragsstellers auf eine Erweiterung der Motorsportveranstaltungen vertritt die BG die Belange der Anwohner. Diese sehen sich bei geplanten 69 Übungstagen auf dem neuen Gelände enormer Lärmbelästigung aufgrund hoher Geschwindigkeiten und Reifenquietschen konfrontiert. „Für uns ist nicht nachzuvollziehen, dass so etwas unterstützt wird“, so Herbst-Köller.

Auch für eine Reihe weiterer Projekte, wie die Schaffung neuer Bauplätze und Wohngebiete, setzen sich die Mitglieder der BG ein. Unterstützt werden soll auch die Sanierung alter Bauten in der Bergstadt. „Die alten Gebäude sollten verwendet und saniert werden“, fordern die Mitglieder. So haben allein in Kallenhardt in den vergangenen drei Jahren rund 27 Altbauten den Besitzer gewechselt.

Für die ältere Generation in der Bergstadt möchte die BG wichtige Weichen stellen: „Die Pläne für eine seniorengerechte Wohnform auf dem Gelände der Paul-Gerhard-Schule werden konkreter, sodass die Umsetzung unmittelbar bevorsteht“, heißt es von der Bürgergemeinschaft. Auch einen Antrag auf Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, insbesondere im Alten Rathaus, hat die BG kürzlich gestellt. Auf positive Rückmeldungen stoßen die Vorhaben, das Bibertal mit Elektroladestationen für Fahrräder und Autos auszustatten, und einen Waldkindergarten für Kinder ab drei Jahren einzurichten. Für letzteres Anliegen ist ein Treffen für kommenden Montag, 16. April, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses angesetzt. Dazu sind Erzieherinnen und Erzieher ebenso eingeladen wie Eltern.

Jugend mischt mit

Aktiv unterstützt wird die BG seit dem vergangenen Jahr von einer Jugendkommission, die an den Treffen nicht nur regelmäßig teilnimmt, sondern sich auch aktiv einbindet und zu Wort meldet. „Es ist ganz wichtig, dass die Jugendlichen mit ins Boot genommen werden“, betont Annette Herbst-Köller.

Bei den Wahlen werden Franz-Josef Dohle (Vorsitzender), Susanne Dönnecke (stv. Vorsitzende), Hermann Unterburger (Schriftführer) und Wolfgang Steinweg (Kassierer) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstandsteam ist Jürgen Göke als Kassenprüfer.


(Artikel auf WP.de ) - Quelle: Westfalenpost, Rilana Teipel

Betriebsbesichtigung am 09.02.18 bei der Firma ESB & CASCOO

Höchst interessant waren die Einblicke, die Herr Christian Oel, Geschäftsführer der Firmen ESB und Cascoo der BG-Fraktion im „Lindental“ gegeben hat.

Die beiden Firmen bieten verschiedene Räder, Rollen und Rollbehälter aus Kunststoff und Metall für viele Transportzwecke wie z.B. Einkaufswagen, Flugzeugtrolleys, Abfallbehälter an. Weiterhin beliefern die Firmen große Lebensmittelketten. Dort werden die Behältnisse wegen einer Diebstahlsicherung z.B. bei Zigaretten sehr geschätzt. Paletten und Transportbehältnisse, die hygienischen Standards in der Lebensmittelbranche erfüllen müssen, werden ebenfalls angeboten.

Der Produktionsstandort befindet sich in China. Im „Lindental“ hat sich das Distributionszentrum angesiedelt. Dort erfolgt auch in geringem Umfang die Vormontage der Rollen.

Die Firmen haben innerhalb weniger Jahre haben heftig expandiert. So wurde in 2012 eine neue Lagerhalle mit Hochregallager für über 4.000 Palettenstellplätze gebaut. Mittlerweile verfügt die Fa. Cascoo über 9 Vertriebsgesellschaften in vielen europäischen Ländern. Da die Firmen weiterhin auf Expansionskurs sind, kommt der Kauf eines Firmengeländes mit großen Hallen im „Hankerfeld“ gerade recht. So kann die Lagerhaltung der Firma, die kurze Lieferzeiten in Europa garantiert, weiterhin wachsen. Auch das dort schon installierte schnelle Internet sieht Herr Oel sehr positiv.

Ein weiteres Standbein ist ein Internetshop, in dem auch Privatkunden die Produkte beziehen können.


Der Patriot: Zweifel an ruhiger Wohnlage - Der Leser hat das Wort

Betreff: Artikel „Ampel auf Grün für Rennsport auf Kaiserkuhle-Erweiterung“ vom 3. Februar

„Wir leben im Norden der Stadt Rüthen und hören definitiv, wenn der Verkehrsübungsplatz genutzt wird. Insbesondere möchte ich die Frage stellen, welcher der Entscheider denn im Norden lebt? Auch würde mich interessieren, wie viele der Anwohner im Vorfeld befragt wurden und wer davon ‚nichts zu beanstanden’ hat? Wir wurden jedenfalls nicht befragt. Interessant ist, dass in kürzester Zeit über 100 Unterschriften von Anwohnern gesammelt wurden. Allesamt haben sich gegen die Erweiterung ausgesprochen. Dies steht in direktem Widerspruch zur getroffenen Aussage.

Auch das Argument ‚An Sportplätzen ist auch häufig Lärm’ hinkt und ist sogar fast lächerlich. Es ist ein Unterschied, ob man Kindern am Nachmittag beim Fußballspielen zuhört oder ob am Wochenende stundenlang Motorengeräusche die erholsame Familienzeit untermalen.

Lassen wir uns nun noch die folgende Aussage auf der Zunge zergehen: ‚Aktuell haben sie nichts zu beanstanden, da der Wind den Lärm meist in eine andere Richtung weht.’ Halten wir also fest: Mit diesem Satz wurde eingeräumt, dass durchaus Lärm entsteht! Dieser sei aber nicht zu beachten, weil der Wind ihn davon trägt. Dies bedeutet, es ist reine Glückssache, ob die Anwohner ein ruhiges Wochenende verbringen können oder nicht.

Ich gönne jedem seinen Freiraum. Auch weiß ich es zu schätzen, wenn Vereine sich um Jugendliche und das Zusammenleben kümmern. Doch Rüthen will sich zu einer attraktiven, zukunftsorientierten Wohnstadt entwickeln. Wie passt da eine ausgebaute Rennstrecke direkt neben den Hauptsiedlungsgebieten? Was bringt Jugendarbeit, wenn durch solche Aktionen junge Familien von einem Zuzug abgeschreckt werden?

Wir haben vor gut einem Jahr in unser Haus in Rüthen investiert, weil wir hier vor allem die Ruhe am Wochenende gesucht haben. Diese wurde uns von allen Seiten versichert. Auch von den wirklich sehr netten Menschen im Rathaus. Die aktuelle Diskussion lässt nun jedoch Zweifel aufkommen. War dies wirklich die richtige Entscheidung?

Ein geschätzter Kollegen sagte mir heute folgendes: ‚Ihr seht das alle ganz falsch. Erweiterte Strecke: Ja! Mehr Rennen: Ja! Aber mindestens 95 Prozent der Rennen müssen mit Elektrofahrzeugen gefahren werden.’ Mit dieser Idee eröffnet er komplett neue Möglichkeiten, die allen Beteiligten Vorteile bringen: Es ist leiser als heute, die Strecke kann komplett genutzt werden, es werden Touristen angezogen und die Stadt wird zu einer der Hochburgen in Sachen E-Rennsport.“

- Mario Spinosa
Rüthen


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot)

Viele Fragen des Stadtentwicklungsausschusses bleiben liegen

Leider blieben in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses viele Fragen, die die BG gestellt hat, unbeantwortet:

Etwa 100 Bürger aus Rüthen und Hemmern haben sich namentlich nach Bekanntwerden der Pläne gegen das Ausüben von Motorsport auf der Erweiterung der Kaiserkuhle ausgesprochen. Ungefähr 20 Anlieger waren bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses anwesend.

Die BG Fraktion erinnert daran, dass der Platz 2012 mit dem Argument „Verkehrsübungen dienen dem Wohl der Allgemeinheit“ von der ursprünglichen Fläche von 1,2 ha auf fast 4 ha mehr als verdreifacht wurde. Die Erweiterung sollte lediglich zu Verkehrsübungszwecken für Fahrerlager und Parkplätzen dienen. In dem Verfahren hat der Antragsteller bekräftigt, dass auf der erweiterten Anlage zukünftig max. 20 km/h gefahren werden darf - nachzulesen in einem Protokoll der Stadtvertretersitzung. Sollen Rennen mit 20 km/h gefahren werden? Wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit des Antragstellers aus? Die BG hat die Befürchtung, dass scheibchenweise die Motorsportaktivitäten auf der Kaiserkuhle ausgeweitet werden – zu Lasten der Anwohner des Rüthener Nordens und auch der Ortschaft Hemmern.

Auf welchem Gelände sollen zukünftig ein entsprechend großer Parkplatz, das Fahrerlager und die Stellplätze für Wohnmobile befinden? Wasserschutzgebiete und das Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ grenzen an den Platz an.

Bisher konnte Rüthen gerade in den letzten Jahren einen positiven Familienzuzug verzeichnen, was die BG Fraktion sehr begrüßt.

Bisher wirbt Rüthen mit einer attraktiven Wohnlage – Neubürger sollen willkommen geheißen werden. Wie kann Rüthen zukünftig damit werben, wenn an „nur“ 69 Tagen im Jahr, die sich in den Sommermonaten verdichten, von einem Motorsportplatz Reifenquietsch- und Bremsgeräusche in den Garten dringen? Bisher ist der Rüthener Norden ein ruhiges Wohngebiet. Etliche Neubürger haben sich deshalb dort in den letzten Jahren angesiedelt. Belästigungen durch Motorsportlärm muss verhindert werden – die Wohn- und die Erholungsqualität unserer Bewohner hat den höheren Stellenwert.


(Artikel als PDF )

Ausschuss macht den Weg frei

CDU, SPD und FDP unterstützen Ausdehnung von Motorsport in der Kaiserkuhle. Erster Schritt in einem langwierigen Verfahren. Anwohner sind enttäuscht

von Armin Obalski

RÜTHEN - Nach teilweise emotional geführter Debatte hat der Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag seine Unterstützung für die Ausdehnung des Motorsportbetriebes auf den neuen Teil der Verkehrsübungsanlage signalisiert. Nur die beiden BG-Vertreter votierten dagegen.

Verständnis für beide Seiten

Am Tag darauf versucht Bürgermeister Peter Weiken, der sich komplett aus der Diskussion heraushielt, im WP-Gespräch Druck aus dem Kessel zu nehmen. Er äußert Verständnis für beide Seiten – Antragsteller und Anlieger – und stellt klar: „Auf einer Skala von 100 ist dies nicht einmal ein Prozent auf dem Weg zu einer Entscheidung.“

Konkret hat die Ausschussmehrheit die Stadtverwaltung beauftragt, die für Motorsportveranstaltungen auf dem neuen Teil erforderliche Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan einzuleiten. „Es ist nicht entschieden worden, dass jetzt Rennen auch auf dem neuen Teil ausgetragen werden dürfen, sondern nur zu gucken, ob das überhaupt gehen würde.“ Im Planänderungsverfahren erfolge beispielsweise die öffentliche Auslegung, die Beteiligung von Bürgern und Verbänden, Lärmmessungen und Umweltverträglichkeitsstudie.

Ob das die Anwohner trösten kann? Knapp 20 Bürger, die in Hörweite des Verkehrsübungsplatzes wohnen, verfolgten die Sitzung. Enttäuscht und deprimiert seien sie nach Hause gegangen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Dies sei umso mehr der Fall, als die 100 Unterschriften, die Daniel Domes dem Bürgermeister im Namen der Betroffenen überreichte, offenbar für die Ausschussmehrheit keine Rolle gespielt hätten. Wie die Anwohner jetzt weiter vorgehen, steht noch nicht fest.

Eingangs kam Gisbert Frisse zu Wort. Er hatte den Antrag im Namen der beiden Betreiber der Anlage (Motorsportclub Rüthen, Motorsportfreunde Warstein) gestellt. Das Kontingent für Motorsportveranstaltungen beträgt demnach auf Basis der 2003 erteilten Genehmigung 69 Tage im Jahr. Genutzt wurden 2016 und 2017 davon vier Tage, auch im laufenden Jahr soll es vier Veranstaltungen geben. „Wir wollen nicht mehr Betrieb als bisher“, bekräftigte Frisse. Die Streckenlänge würde sich von 700 auf 1000 Meter verlängern, so dass für die 13 Kilometer, die das Klassement für bestimmte Rennen vorschreibt, nicht mehr 18 sondern nur 13 Runden gedreht werden müssten. „Die Lärmquelle würde an den Hauptimmissionsorten nur noch 13 Mal vorbeifahren“, so Gisbert Frisse.

ES geht um die Zukunft Rüthens

Den Gegnern Stimme verlieh BG-Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller. Mit dem Status quo könne man gut leben, betonte sie. Ihre Befürchtung: „Es ist ein Leichtes, die Zahl der Tage heraufzusetzen.“ Ihre Frage in die Runde: „Wollen wir uns die Zukunft Rüthens verbauen lassen?“ Genau das befürchtet die BG. Annette Herbst-Köller verwies darauf, dass das einzige Entwicklungspotenzial für Wohnbebauung im Norden, Richtung Verkehrsübungsanlage, liege. „Wie wollen wir Neuhttp:// webreader-waz.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/75232... 2 von 3 04.02.2018, 13:36 bürger gewinnen mit der Aussicht auf Motorenlärm?“ Ein „negatives Aushängeschild für Rüthen“ befürchtete die Vertreterin des Jugendbeirates.

Die Sprecher der übrigen Fraktionen hielten dagegen. Anwohner, mit denen er gesprochen habe, hätten nur von vereinzeltem Reifenquietschen berichtet, so Johannes Erling (SPD). Er regte einen Lärmschutzwall am neuen Teil der Anlage zusätzlich zur Bepflanzung an. Generell aber gelte: „Eine geräuschlose Stadt ist eine tote Stadt.“ An vielen Stellen seien die Bürger Geräuschbelästigungen ausgesetzt.

Wie Erling rückte Markus Dahlhoff (CDU) den Nutzen für Tourismus und Wirtschaft des Rennbetriebes in den Fokus. Viele Übernachtungsmöglichkeiten seien an diesen Tagen ausgebucht. Fraktionskollege Alfons Levenig betonte der MSC mache „hervorragende Jugendarbeit; das ist Werbung für die Stadt“. Auch jeder Sportplatz verursache Emissionen. Ricarda Kroll (FDP) erklärte die Sachlage: „Wir beschließen nur eine Planänderung, danach erst geht es in das Genehmigungsverfahren.“


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BG sieht Erweiterung kritisch

Fraktion befürchtet Motorsport-Lärm

RÜTHEN - Für die BG-Fraktion stellen sich zum Antrag über die Erweiterung von Motorsportveranstaltungen auf dem neuen Gelände „Kaiserkuhle“ (wir berichteten) noch viele Fragen. Auf der Internetseite der Stadt Rüthen werde damit geworben, dass die Stadt „eingebettet in den landschaftlich reizvollen Naturpark Arnsberger Wald“ eine „attraktive Wohnlage in ländlich strukturierter Umgebung“ und bezahlbare Bauplätze biete.

„Bisher konnte Rüthen gerade in den letzten Jahren einen positiven Familienzuzug verzeichnen, was die BG Fraktion sehr begrüßt“, so Fraktions-Vorsitzende Annette Herbst-Köller. „Wie können wir zukünftig von einer attraktiven Wohnlage sprechen, wenn von einem Motorsportplatz Reifenquietsch- und Bremsgeräusche in den Garten dringen? Wie möchte man Neubürger gewinnen, wenn Rüthen der Ruf einer Motorsportanlage vorauseilt?“

Beschallung Richtung Rüthen

Eine Verkehrsübungsanlage habe ein positives Image. Doch die topographische Lage der erweiterten Fläche sorge für eine Beschallung in Richtung Rüthen. „Welche Maßnahmen zur Lärmminderung für Motorsportveranstaltungen sind geplant?“, fragt die BG. „Im ursprünglichen Verfahren hat der Antragsteller bekräftigt, dass auf der neuen Anlage maximal 20 km/h gefahren werden darf und dass Randbepflanzung sowie Begrünung um die Anlage vorgenommen werden – keine der Versprechen wurde umgesetzt.“

Beurteilt werden müsse das Vorhaben auch vor dem Hintergrund des Lärmaktionsplans nach EG Umgebungsrichtlinie. Dieser ziele darauf ab, schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern. Mit dem Argument „Verkehrsübungen dienen dem Wohl der Allgemeinheit“ sei der Platz mehr als verdreifacht worden. Doch wo merke man diesen Nutzen, fragt die BG. Und wo soll geparkt werden? Wasser- und Vogelschutzgebiete grenzen an den Platz. taf


(Artikel als PDF - Quelle: Westfalenpost)

Haushaltsrede der BG

Die Ausgaben unseres Haushalts sind größtenteils durch gesetzliche Vorgaben fremdbestimmt . Die Transferausgaben stellen mit 9.2 Mio. Euro den größten Ausgabeanteil dar, den wir nicht beeinflussen können.

Immer neue Gesetze wie das Inklusionsstärkungsgesetz, das Bundesteilhabegesetz, das Pflegestärkungsgesetz und das in diesem Jahr dazugekommene Unterhaltsvorschussgesetz - Diese und weitere Gesetze werden auf Bundesebene beschlossen – die Kosten müssen aber die Städte und Gemeinden übernehmen. Für Rüthen allein steigt z.B. die Jugendamtsumlage von 2,65 Mio Euro auf 2,76 Mio Euro, also um 110.000 Euro; die prognostizierte Erhöhung wurde noch getoppt. Die kommunalen Zuschussbedarfe stiegen in den letzten Jahren viel mehr als die Schlüsselzuweisungen.

Mit dem jetzigen System sind die Kommunen zukünftig finanziell nicht zu retten. Die längst überfällige Reform der Kommunalfinanzen muss kommen. Wir hoffen, dass die neue Landesregierung ihr Versprechen wahrmachen und tatsächlich den ländlichen Raum und die ländlichen Kommunen effektiv stärken wird. Wenn sich dann irgendwann auch mal eine neue Bundesregierung gebildet haben sollte, muss auch auf Bundesebene das Thema angegangen und Lösungen zur Entlastung der Kommunen gefunden werden.

Nun zum Rüthener Haushalt: Während andere Städte in diesen guten Zeiten die Sparstrümpfe auffüllen können, weist unsere Ergebnisrechnung wieder einen Fehlbetrag in Höhe von 2,5 Mio. Euro auf. Unser Eigenkapital schmilzt dahin.

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Dennoch hoffen wir, dass wir 2021 unser Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt darzustellen, erreichen werden. Dies wird an verschiedene Bedingungen geknüpft sein, nämlich an eine weiterhin gute Konjunktur, die zu sprudelnden Steuereinnahmen führt, ein weiterhin niedriges Zinsniveau und – dass die Umlagen für Kreis und Verbände auf gleichem Niveau bleiben und nicht weiter ansteigen.

Mit gutem Beispiel geht der Kreis in diesem Jahr voran; die Kreisumlage wird nicht erhöht. Leider ist die Nichterhöhung nur eine Eintagsfliege. Für 2019 wurde seitens des Kreises erklärt, dass (ich zitiere) „die mittelfristige Finanzplanung einen deutlichen Sprung in der Höhe des Zahlbetrags der Kreisumlage vorsehen wird“.

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“ – hat Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach einmal gesagt. Wir können zwar nicht die Welt von morgen verändern, aber unser Rüthen mitgestalten und so haben wir als gewählte Vertreter die Aufgabe, den Teil des Haushalts, den wir beeinflussen können, für unsere Stadt positiv zu beeinflussen.

Einen Schritt in die richtige Richtung sind wir schon vor 2 Jahren gegangen, als wir uns für die Projekte LEADER und IKEK entschieden haben. Auch wenn der Verwaltungsaufwand sehr hoch ist, so können doch Fördermittel generiert werden. In diesem Zusammenhang möchte ich mich besonders bei den vielen ehrenamtlich aktiven Umsetzern von LEADER Projekten ganz herzlich bedanken, denn ihnen wird sehr viel abverlangt – vom Ausfüllen der umfangreichen Formulare, über die Organisation des Projektes, des Spendeneintreibens, das Vorfinanzieren der kompletten Summe, die Verantwortlichkeit für das Gelingen. Wäre der Arbeitsumfang zu Beginn des Projekts klar gewesen, so denke ich, wären einige Projekt nicht angegangen worden. Bei soviel Arbeitseinsatz haben bestimmt alle Beteiligten die Ehrenamtskarte verdient. Sie machen die Arbeit aber komplett uneigennützig und zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger Rüthens. – Respekt – An dieser Stelle ein kurzer Hinweis: Sollen zukünftig Ehrenamtliche Projekte durchführen, so sollte der Aufwand an Bürokratie erheblich verringert werden.

IKEK Projekte laufen erst an; der erste Förderbescheid für das Bibertal wurde ausgestellt. Natürlich ist die Aufwertung des Bibertals nicht zum Nulltarif zu bekommen – unser Eigenanteil wird 100.000 Euro überschreiten. Dennoch begrüßen wir das Projekt.

Wir merken tagtäglich, dass sich unsere Stadt verändert – beim Warten vor den Ampeln können wir fast täglich die Baufortschritte bei den Kreisverkehren beobachten. Durch die Kreisverkehre erhoffen wir uns eine höhere Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, besonders für die Fußgänger und Radfahrer, sowie eine Aufwertung unserer Stadt. Als sehr gelungen sehen wir die Neugestaltung des Schlangenpfads vor dem Gymnasium an und der gut begehbare und ausgeleuchtete Bürgersteig am Sportplatz.

Positiv zu bewerten ist das neue Teilstück des Radwegs nach Lippstadt. Auch hier ging das Engagement von Bürgern aus. Der Radweg zwischen Westereiden und Oestereiden soll in diesem Jahr gebaut werden – sehr erfreulich; die Kosten für beide Radwege werden vom Land übernommen.

Steht im November d.J. endlich das Wegekonzept so müssen zeitnah die längst überfälligen Instandsetzungen vorgenommen werden. Die seit 2013 von der CDU Fraktion beantragten und aus der erhöhten Grundsteuer A jährlich bereitgestellten 60.000 Euro, in Summe also 300.000 Euro, werden nun endlich in die Wege investiert.

Leider verändert sich unsere Stadt in einem Bereich auch zum Negativen. Leerstehende Geschäfte nehmen zu. Die Ursachen sind vielschichtig und wahrscheinlich werden viele Schließungen auch nicht rückgängig gemacht. Da kommt das Engagement von Schulen, Vereinen und der Stadt gerade recht, wenigstens die Schaufenster attraktiver zu gestalten.

Weitere städtische Baumaßnahmen stehen in diesem Jahr an: die Erneuerung der Lüftungsanlage des Lehrschwimmbeckens sowie der Umbau der Duschen und Umkleidekabinen, eine neue Küche in der Maxi – Kolbe Schule sowie Investitionen in die digitale Infrastruktur für die Schulen. Diese Maßnahmen werden durch Programme des Landes NRW finanziert. Um dauerhaft und nachhaltig investieren zu können wären jedoch kontinuierliche, planbare Pauschalen viel zielführender als „plötzlicher Geldsegen“. Daran sollte die neue Landesregierung arbeiten.

Aus dem Haushalt der Stadt Rüthen wird in diesem Jahr die notwendige Sanierung der Stadthalle vorgenommen – 1,3 Mio. Euro schwerpunktmäßig für eine neue Außenhaut wie Dach, Fenster sowie Schallschutz- und Lüftungsmaßnahmen.

Der verabschiedete Brandschutzbedarfsplan, bei dem ebenfalls gesetzliche Vorgaben umgesetzt werden müssen, hat zur Konsequenz, dass im Bereich Feuerwehr in den nächsten Jahren laut Investitionsplan bis 2021 Gesamtinvestitionen von 1,9 Mio. Euro notwendig sind. Neben neuen Fahrzeugen wird ein neues Gerätehaus für Meiste und Kneblinghausen gebaut sowie verschiedene Umbauten in den Gerätehäusern Drewer, Kallenhardt, Oestereiden sowie Rüthen vorgenommen.

Aber auch auf privater Ebene sind Bauvorhaben geplant. So begrüßt die BG Fraktion sehr den Neubau der Caritassozialstation an der Johanneskirche. Ein Vorzeigeobjekt wird die SeniorenWG auf dem ehemaligen Gelände der Paul Gerhard Schule werden, die ein privater Investor bauen und die Gesellschaft SMMP, eine ebenfalls kirchliche Organisation, ähnlich wie die Caritas, betreiben wird.

Sehr erfreulich ist, dass die Bebauung des zweiten Bauabschnitts Schlangenpfad sehr gut angenommen wird und aktuell schon etwa die Hälfte der Grundstücke verkauft bzw. reserviert wurden. Einen Zuzug von Familien auch von außerhalb, den wir schon lange gewünscht haben, ist festzustellen. Die BG Rüthen begrüßt das neu eingerichtete Leerstandskataster sowie die Unterstützung der Verwaltung bei der Vermittlung von privatem Wohneigentum. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um Rüthen weiter zu entwickeln. Es muss dafür gesorgt werden, dass weiterhin auch Neubauten realisiert werden können. Wir müssen zügig weitere potentielle Flächen für eine Bebauung zu Wohnzwecken anbieten können. Hierbei kann es sich um Nachverdichtungsflächen d.h. innerstädtische Flächen, die aktuell z.B. als Garten, Weide oder Lagerflächen genutzt werden, handeln. Für einige Flächen gibt es schon gültige Bebauungspläne. Es muss aber auch daran gearbeitet werden, langfristig Neubaugebiete auszuweisen. Mögliche Flächen, innerstädtisch wie auch Flächen für Neubaugebiete, wurden im Stadtentwicklungsausschuss schon einmal vorgestellt – wir müssen daran weiter arbeiten.

Nun zu den Steuern und Gebühren:

Dank des erfolgreichen Pumpversuchs nach eigenem Wasser konnten in den Vertragsverhandlungen mit dem Lörmeckewasserwerk gute Konditionen ausgehandelt werden. Die Grundgebühr für Wasser steigt nur wenig – die Abwassergebühr fällt etwas, sodass die beiden Gebühren zusammen betrachtet stabil bleiben.

Die Grundsteuer A und B bleibt in diesem Jahr und hoffentlich auch in den weiteren Jahren stabil. Bei den Abfallgebühren wurde eine leichte Veränderung festgesetzt.

Stellenplan: Wir begrüßen sehr, dass die Verwaltung 2 Auszubildende eingestellt hat und sowohl im Bereich Verwaltung als auch Bereich Bauhof ausbildet. So können die Arbeiten der zukünftig ausscheidenden Mitarbeiter übernommen werden. Weiterhin begrüßen wir die Stelle eines EDV Administrators, der alle Schulen, Kindergärten und die Verwaltung entsprechend betreuen soll.

In den nächsten Jahren sollte folgendes mit eingeplant werden: Schon im letzten Jahr haben wir für das Rathaus ein Gesamtkonzept beantragt, das alle Faktoren wie Standort, Barrierefreiheit, Energieeinsparung usw. berücksichtigen soll. Das Jahr 2018 soll dafür genutzt werden, um dieses Konzept zu erstellen. Der vorgeschlagene Weg, die sukzessive Durchführung einzelner Reparaturen z.B. Einbau neuer Fenster, irgendwann vielleicht eine neue Heizung später mal das Dach und evtl. irgendwann mal ein Aufzug – es wurden zwar Rückstellungen für Reparaturen gebildet - ist nicht zielführend. Um Missverständnissen vorzubeugen – wir beantragen keinen Neubau sondern konzeptionelle Überlegungen, ob und vielleicht welche alternativen Gebäude für eine Stadtverwaltung oder evtl. ein Neubau in Frage kommen könnten.

Spätestens 2020 müssen Investitionsansätze für barrierefreie Zugänge eingeplant werden, denn es herrschte Einstimmigkeit darüber, dass diese Zugänge bei öffentlichen Gebäuden u.a. wie dem alten Rathaus usw. umgesetzt werden sollen.

Ebenso muss spätestens 2020 ein Haushaltsansatz für die Erschließung von zukünftigen Baugebieten gebildet werden.

Bei der Anschaffung des Wildkrautentfernungsgeräts muss vorab geprüft werden, welche weiteren, mechanischen Möglichkeiten neben der Heißwasservariante möglich und effektiv sind (Hinweis s. Bericht Wochenblatt). Beim zukünftigen Verzicht auf chemische Unkrautvernichtungsmittel muss berücksichtigt werden, dass, um das Niveau halten zu können, die Personalaufwendungen beim Bauhof steigen werden. Die andere, bessere Variante wird sein, zu überprüfen auf welche Flächen die Unkrautbehandlung reduziert werden kann.

Der eingestellte Anteil in Höhe von insgesamt 50.000 € für IKEK Maßnahmen wird voraussichtlich nicht reichen – hier muss mehr Geld bereitgestellt werden, darüber sind wir uns alle einig. Bei den IKEK Projekten sollten die Bürger jedoch auch angehalten werden, selbst einen Teil der Eigenmittel zu generieren wie u.a. bei den LEADER Maßnahmen. Natürlich darf insbesondere der Bogen des Verwaltungsaufwands, wie ich schon ausführte, nicht überspitzt werden. Die zusätzlichen Mittel sollen jedoch nicht aus Krediten, wie die CDU vorgeschlagen hat, sondern aus Umschichtungen des bestehenden Haushalts – evtl. auch nicht in der ursprünglichen Höhe von 200.000 Euro - (z.B. 190.000 aus der Erschließung des Neubaugebietes Oestereiden) - bereitgestellt werden. Unter den genannten Aspekten erfährt der Haushaltsplan 2018 unsere Zustimmung.

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

„das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird“, so sagte mal Ernest Hemingway. Ich denke, dass es sich nicht nur um die Vorstellung einer guten Zeit handelt; die kommende Zeit wird mit Sicherheit ….anders.

Wir werden unsere Arbeit der guten Ideen und sparsamen Haushaltsführung auch im kommenden Jahr mit Sachverstand weiter fortführen. Wir denken, dass der Haushalt fürs nächste Jahr gut aufgestellt ist und stimmen ihm unter den angesprochenen Voraussetzungen zu.

Zum Schluss möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für ihre geleistete Arbeit bedanken. Ein besonderer Dank gilt unserem Kämmerer Herrn Becker und unserem Beigeordneten und Wirtschaftsförderer Herrn Betten, die uns bei den Haushaltsberatungen Rede und Antwort standen.

Weiterhin einen sehr großen Dank allen Verwaltungsmitarbeitern, die in diesen bauwütigen Jahren die vielen, umfangreichen Baumaßnahmen begleiten und organisieren. Mit den bisherigen Resultaten sind wir mehr als zufrieden. Bitte geben Sie den Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.


(Rede als PDF )



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